Die Lingener Tagespost berichtete in den vergangenen Tagen:
- 16.05.2012: “Raffinerie in Lingen braucht mehr Gleise” (Interview mit Herrn Brömse (BP))
- 19.05.2012: “Stadt Lingen begrüßt BP-Pläne zur Erweiterung der Gleisanlage”
- 19.05.2012: “Gerodete Fläche aufforsten oder durch BP bebauen”
- 19.05.2012: “Die Raffinerie ist jetzt am Zug” (Kommentar von Thomas Pertz)

In Roberts Blog findet sich dazu dies: “Aktuell”

Die Bürgernahen äußern sich mit: “Altenlingener Forst: Müssen Bäume Weichen weichen?”

Auf der Homepage der SPD heißt es: “BP als barmherziger Samariter im Altenlingener Forst?”

Unter dem Motto “Bebauungsplan 19 – und was er anrichtet” lädt die Bürgerinitiative Pro Altenlingener Forst auch in diesem Frühjahr zu einem Waldspaziergang am Sonntag, den 20.05.2012 um 16:00 Uhr ein. Treffpunkt ist wie immer der Hohenpfortenweg / Ecke Waldstraße. Festes Schuhwerk wäre hilfreich.

Dass der Altenlingener Forst nach wie vor massivst in seiner Existenz bedroht ist, zeigt das Interview von Thomas Pertz mit dem Vorsitzenden der Geschäftsführung der BP Lingen, Herrn Peter Brömse. Herr Brömse spricht sich darin für weitere Bahngleise in den Wald hinein (B-Plan 20) und für den Bau der Entlastungsstraße mitten durch den Altenlingener Forst (B-Plan 19) aus (siehe LT vom 16.05.2012: “Raffinerie in Lingen braucht mehr Gleise”).

Am 18.05.2012 veröffentlicht das Stadtblatt Lingen unter der Überschrift “BP als barmherziger Samariter im Altenlingener Forst?” eine Pressemitteilung des SPD-Ortsvereins Lingen.

Das Plakat zum Sonntagsspaziergang (zur Vergrößerung anklicken):

2012-05-20  - Plakat Sonntagsspaziergang

Das nächste Treffen findet
am Dienstag, den 8. Mai 2012
um 20:00 Uhr
im Bürgerhaus Heukamps Tannen
statt.

Kommt zahlreich!

Das nächste Treffen findet bereits
am Dienstag, 24. April 2012
um 20:00 Uhr
im Bürgerhaus Heukamps Tannen
statt.

Es geht u. a. darum, den nächsten Sonntagsspaziergang vorzubereiten.

Jede und jeder ist willkommen!

Es sei noch einmal erinnert:

Die Mitgliederversammlung 2012
der Bürgerinitiative Pro Altenlingener Forst

findet am 10. April 2012
um 20:00 Uhr
im Bürgerhaus Heukamps Tannen statt.

Anfang Februar hat die Lingener CDU in der Presse (LT vom 03.02.2012 “CDU möchte Ruhe im Altenlingener Forst”) einen „Kompromiss“ zum Thema Altenlingener Forst verkündet. Danach sollen auf den ohne Bedarf gerodeten Flächen des Bebauungsplans (B-Plan) 20 Gewerbebetriebe angesiedelt werden. Die noch nicht gerodeten Flächen sollen aus dem B-Plan ausgegliedert und somit erhalten werden. Aus Sicht der BI  erscheint dies zunächst als ein Schritt in die richtige Richtung.

Aber zwischen welchen Parteien wurde dieser „Kompromiss“ eigentlich erzielt? Nach fast 6 Wochen steht fest: die BI wurde jedenfalls nicht gefragt. Auch alle Oppositionsparteien im Lingener Stadtrat haben sich bereits öffentlich distanziert. Es kann sich danach nur um einen Kompromiss der CDU mit sich selbst handeln.

Es gehört wohl zum populistischen Teil des politischen Handwerks, dass die Lingener CDU ein Teil-Thema aufnimmt, dort Fortschritte proklamiert und gleichzeitig den Blick auf den Gesamt-Zusammenhang verstellt: Der Bebauungsplan 20 ist nämlich nur die eine Seite des Themas „Altenlingener Forst“.

Der Bebauungsplan 19, der einen überflüssigen Autobahnzubringer quer durch den Wald vorsieht, kommt in dem „Kompromiss“ nicht vor. Dabei ist es gerade das Zusammenwirken von flächiger Waldvernichtung (B-Plan 20) und dem großräumigen Durchschneiden mit einer Trasse (B-Plan 19), das den Zusammenhang des geschlossenen Waldgebietes auflöst. Weiter wird verdrängt, dass von den Planern der Stadt Lingen mehr als 50 Jahre ein Schutzwald als Puffer zwischen Raffinerie und Wohnbebauung als notwendig erachtet wurde. Was hat sich hier am generellen Gefährdungspotential geändert? Wie ist in diesem Zusammenhang die Explosion eines Tankschiffes vor knapp einem Jahr zu bewerten, für die bis heute noch kein Untersuchungsergebnis veröffentlicht wurde?

Man darf sich keine Illusionen machen: Der CDU-„Kompromiss“ bezieht sich auf Flächen, die ohnehin nicht für Gewerbe oder Industrie benötigt werden (genau so wenig wie die bereits gerodeten Flächen). Die angebliche Kompromisshaltung der Lingener CDU bedeutet im Klartext, dass sie an der Planung zur Auflösung des Altenlingener Forstes festhält. Wie die Lingener CDU so „Ruhe im Altenlingener Forst“ (wie die NOZ titelte) herstellen will, bleibt ihr Geheimnis.

Die Position und Forderung der BI ist unverändert:

  • Annullierung der B-Pläne 19 und 20
  • Wiederaufforstung der gerodeten Flächen im Bereich des B-Plans 20
  • Änderung des Flächennutzungsplans

oder kurz gesagt: Erkennen, wie wichtig der Erhalt der letzten großen zusammenhängenden Waldflächen für das Wohlergehen der Stadt Lingen ist.

Siehe auch Bericht der Lingener Tagespost vom 27.03.2012
“BI: Altenlingener Forst muss wieder aufgeforstet werden”
und Beitrag vom 06.02.2012 auf dieser Internetseite hier:
“Fauler Kompromiss oder Schritt in die richtige Richtung?”

Die Mitgliederversammlung 2012
der Bürgerinitiative Pro Altenlingener Forst

findet am 10. April 2012
um 20:00 Uhr
im Bürgerhaus Heukamps Tannen statt.

29.02.2012

Umweltpreis?

Die Lingener Tagespost titelt heute “Umweltpreis für BI Altenlingener Forst?” und kommentiert den Vorschlag von SPD, Bündnis 90 / Die Grünen und den Bürgernahen mit “Ein respektabler Vorschlag” .

In ihrer Pressemitteilung vom 02.02.2012 (siehe hier) kündigte die CDU überraschend an, im Stadtrat zu beantragen, den B-Plan 20 so zu ändern, dass die bisher nicht gerodete Waldfläche erhalten bleibe. Die bereits zerstörte Fläche allerdings – die seinerzeit auf Anweisung des damaligen CDU-Oberbürgermeisters Heiner Pott gerodet wurde, während dieser im Rathaus erste Gespräche mit der BI Pro Altenlingener Forst führte(!) – solle für Gewerbeansiedlungen genutzt werden.

B-Plan 20 - Die Natur kämpft sich zurück

Die Natur kämpft sich zurück. (B-Plan 20)

Ob es sich dabei nur um einen faulen Kompromiss handelt oder aber um einen Schritt in die richtige Richtung, bleibt fraglich, da die CDU sich weder dazu äußerte, welche Art von Gewerbe (oder sogar Industrie!) sie dort anzusiedeln gedenkt, noch etwas zum B-Plan 19 ausführte. Der B-Plan 19 sieht nach wie vor vor, eine Straße mitten durch den Wald westlich der Waldstraße zu treiben und damit nicht nur ein bestehendes Naherholungsgebiet zu zerteilen, sondern gleichzeitig weitere große Waldflächen, insbesondere das Naturdenkmal “Schweineberg” unwiederbringlich zu zerstören.

B-Plan 19 - ... zukünftig ein Autobahnzubringer?!

... zukünftig ein Autobahnzubringer?! (B-Plan 19)

Wald oder Straße?! (B-Plan 19)

Wald oder Straße?! (B-Plan 19)

Das Stadtblatt Lingen veröffentlichte die folgenden Stellungnahmen der SPD, der Grünen, der Bürgernahen und der Jusos zu dem Vorschlag der CDU:

- SPD: “SPD fordert Wiederaufforstung des Schutzwaldes in Altenlingen”
- Bündnis 90 / Die Grünen: “Wir geben keine Ruhe im Altenlingener Forst!”
- Die Bürgernahen: “Haben es uns nicht leicht gemacht”
- Jusos: “Altenlingener Forst gehört aufgeforstet!”

In Roberts Blog finden sich ebenfalls einige interessante Beiträge zum Vorschlag der CDU: “Wiederaufforsten” und “Wiederaufforstung II” .

Zur Berichterstattung der Lingener Tagespost siehe hier:
- “Altenlingener Forst: Lingener CDU will Kontroverse beenden”
- “CDU möchte Ruhe im Altenlingener Forst”
- “Ballast abgeworfen” (Kommentar)
- “SPD und Grüne: CDU geht in Altenlingen nicht weit genug”
- “Bürgernahe kritisieren: Vorschlag der CDU in Altenlingen reicht nicht.”

Ev1.tv berichtete in seinen Nachrichten vom 03.02.2012 (dort zweiter Beitrag), u. a. mit einem Interview des ersten Sprechers der BI Pro Altenlingener Forst, Gerhard Schultz. Die BI ist gerne bereit mit der CDU über den Vorschlag zu sprechen und weitere Details zum Erhalt des Waldes zu klären.

Am Dienstag, den 14. Februar
trifft sich die BI um 20:00
im Bürgerhaus Heukamps Tannen

Auch die FDP äußerte sich nun (10.02.2012) in der Lingener Tagespost:
“FDP: Altenlingener Forst geeigneter Standort für Krematorium”

… doch keine Angst: Nach Angaben der Revierförsterei Altenlingen handelt es sich hierbei lediglich um  Durchforstungsmaßnahmen, die zur Pflege und zum Erhalt des Waldes notwendig sind. Zusätzlich sollen Douglasien und Buchen angepflanzt werden (siehe Stadtblatt Lingen: “Revierförsterei Altenlingen: Arbeitsschwerpunkt Altenlingener Forst”).

Nichtsdestotrotz, die Bedrohung bleibt:
Noch immer hält die Stadt Lingen an ihrem Vorhaben fest, den Wald östlich der Waldstraße (B-Plan 20) zugunsten eines Industriegebietes zu roden und darüber hinaus westlich der Waldstraße einen Autobahnzubringer mitten durch den Wald zu schlagen (B-Plan 19)!

Umso wichtiger ist auch
das nächste Treffen der Bürgerinitiative:
am 14. Februar
um 20 :00 Uhr
im Bürgerhaus Heukamps Tannen.

Kommt zahlreich!

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